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Vielfältige Anforderungen mit Herz und Verstand gemeistert

"Vielfältige Anforderungen hat Arnold Müller dank seiner menschlichen Art mit Bravour gemeistert, denn er besitzt nicht nur Verstand, sondern auch Herz", lobte Ursula Graf, Schulleiterin der Fritz-Erler-Schule in Tuttlingen den stellvertretenden Schulleiter Arnold Müller im Rahmen seiner Verabschiedung.

Bastian Höfel, Regionalreferent für den Kreis Tuttlingen, vertrat das Regierungspräsidium Freiburg bei der Vergabe der Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand. Beim Zitieren aus der Personalakte kamen Attribute wie ruhige Lehrerpersönlichkeit, Organisationstalent, Leistungsträger der Schule sowie hohe Teamfähigkeit und Belastbarkeit zur Sprache: „Arnold Müller ist in der Region verwurzelt, hat das Bildungssystem dort mit Eigeninitiative weiterentwickelt. Dabei ist ihm das Kollegium am Herzen gelegen.“

Verabschiedung Arnold MüllerKurzweilige Programmpunkte aus den Fachschaften Betriebswirtschaft und Informatik - die Lehrkräfte befüllten einen Stundenplan für die kommenden Pensions-Wochen - und des Sekretariats, das dem angehenden Pensionär ein "Abschlusszeugnis mit Preis" überreichte sowie eine gekonnte musikalische Umrahmung von Musiklehrer Joachim Brenn und dessen Tochter Jana sorgten bei der Verabschiedung für einen abwechslungsreichen und feierlichen Schlussakkord.

Müller betonte in seiner Abschiedsrede, dass er sich entgegen des vom Kollegium überreichten "vollen Stundenplans" seine Zeit zukünftig frei einteilen wolle, um für Familie, Sport, Reisen sowie Haus und Garten da zu sein.

Seit November 2003 hatte Müller als stellvertretender Schulleiter eine Vielzahl an Aufgaben zu bewältigen. In den vergangenen Jahren dehnte sich sein Verantwortlichkeitsbereich auf die Organisation und Koordination von 18 Schularten mit insgesamt 1450 Schüler aus.

Für ein Kollegium mit mittlerweile mehr als hundert Lehrkräften galt Müller häufig als erster Ansprechpartner für Raumänderungen, Stundenverlegungen, Fortbildungen oder bei Krankheitsfällen. Die Ausbildung der Referendare gehörte ebenso zu seinen Aufgaben. Neben den organisatorischen Tätigkeiten war er bis 2016 Fachleiter des Berufskollegs. Ein Jahr zuvor feierte er sein 40-jähriges Dienstjubiläum.

Arnold Müller war seit 1990 an den Kaufmännischen, später an den Kaufmännisch-Hauswirtschaftlichen Schulen in Tuttlingen und unterrichtete die Fächer Betriebswirtschaftlehre mit Rechnungswesen und Informatik vorwiegend am Wirtschaftsgymnasium und an der Kaufmännischen Berufsschule. "Der Name der Schule wechselte, doch Herr Müller als tragende, und prägende Lehrkraft blieb", erinnert sich Ursula Graf.

Als Initiator und Motor gestaltete Müller den Aufbau und Ausbau der Infrastruktur und legte damit den Grundstein für einen fortschrittlichen, mediengestützten Unterricht. "Nicht zuletzt aufgrund dessen Engagement ist die Fritz-Erler-Schule in diesem Bereich bis heute vorbildlich ausgestattet", lobt Graf weitere Errungenschaften Müllers. Zudem übernahm er vielfältige Aufgaben bei der Erstellung von Stundenplänen, der Öffentlichkeitsarbeit und nicht zuletzt als Geschäftsführer des Freundeskreises der Fritz-Erler-Schule. "In diesem Rahmen war ihm die Zusammenarbeit mit den Betrieben in der Region besonders wichtig", so Graf weiter.

Eines von vielen gelungenen Projekten, die Müller mit Schülern initiierte und betreute, war ein mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitetes Konzept, um Senioren den Einstieg in die Nutzung des PCs zu erleichtern.