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„Der zerbrochene Krug“ begeistert an der Fritz-Erler-Schule

Mit Heinrich von Kleists Komödie „Der zerbrochene Krug“ brachte das Ensemble des Theater mobile Spiele am 14. November große Literatur mitten in den Schulalltag. Das Klassenzimmer verwandelte sich für eine Stunde in einen Gerichtssaal voller Spannung, Witz und Tiefgang....

In der Doppelbesetzung David Lison und Petra Ehrenberg, unter der Regie von Thorsten Kreilos und mit Ausstattung von Marcus Stiefel-Dürr, entstand eine eindrucksvolle und zugleich humorvolle Inszenierung. Mit sparsamen Mitteln, präzisem Spiel und viel Ausdruckskraft gelang es den Darstellern, Kleists Komödie lebendig und unmittelbar erfahrbar zu machen.

Das Stück erzählt von Dorfrichter Adam, der selbst in den Fall verwickelt ist, den er verhandeln soll – eine Geschichte über Lüge, Macht und menschliche Schwächen, die trotz ihres Alters nichts an Aktualität verloren hat. Zwischen Sprachwitz und Nachdenklichkeit zeigte die Aufführung, wie eng Komik und Tragik bei Kleist verbunden sind.

Die Schülerinnen und Schüler folgten gebannt dem Geschehen und reagierten begeistert auf das intensive Spiel und die humorvolle Darstellung. Durch die Nähe zum Geschehen wurde Theater hier nicht nur gesehen, sondern direkt erlebt.

Mit dieser packenden Inszenierung von „Der zerbrochene Krug“ ist es dem Theater mobile Spiele gelungen, klassische Literatur auf originelle und mitreißende Weise zu vermitteln – ein gelungenes Beispiel dafür, wie Theater Kunst und Bildung miteinander verbindet.

Autor/in: T. Zepf