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20.07.2026

Betriebliches Seminar im Rahmen der Zusatzqualifikation „Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen“ an der Kaufmännischen Berufsschule der Fritz-Erler-Schule

Im Rahmen der freiwilligen IHK-Zusatzqualifikation „Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen“ nahmen Auszubildende des ersten Lehrjahres der Kaufmännischen Berufsschule der Fritz-Erler-Schule am 20. Juli 2026 an einem betrieblichen Seminar bei KLS Martin teil...

Ziel der Veranstaltung war es, praktische Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz in der Medizintechnik kennenzulernen. Nach der Begrüßung und Unternehmensvorstellung durch die Ausbildungsleiterin Frau Lempp in der KLS Martin World in Tuttlingen stellte Herr Jannik Ivosevic, Head of AI bei KLS Martin, die KI-Strategie des Unternehmens sowie aktuelle Projekte aus den Bereichen Verwaltung, Forschung und Entwicklung sowie Produktion vor. Im Mittelpunkt des Vormittags standen verschiedene Anwendungen von KI und Augmented bzw. Mixed Reality. In einem Workshop erhielten die Teilnehmenden Einblicke in den Einsatz einer Mixed-Reality-Umgebung zur gemeinsamen Entwicklung von Implantaten mit Ärztinnen und Ärzten. Darüber hinaus wurde der Einsatz einer KI-gestützten Bilderkennung zur Reinigung und Identifikation chirurgischer Instrumente vorgestellt. Den Abschluss des Vormittags bildete ein Online-Vortrag der österreichischen Softwarefirma CADS, in dem Entwicklung und Einsatz von KI-Lösungen erläutert wurden.


Am Nachmittag wurde das Seminar am Standort Mühlheim fortgesetzt. Dort erhielten die Auszubildenden zunächst eine Führung durch das Bio-Center, in dem überwiegend bioresorbierbare Implantate entwickelt, produziert und weiter erforscht werden. Anschließend beschäftigte sich ein Workshop mit der Konstruktion patientenspezifischer IPS-Implantate mithilfe KI-gestützter Segmentierung. Den Abschluss der Veranstaltung bildeten ein Vortrag von Herrn Epple, Chief Information Officer bei KLS Martin, sowie eine Gesprächsrunde mit den Teilnehmenden. Dabei wurde deutlich, dass künftig insbesondere spezifisches Fachwissen und die Fähigkeit zur praktischen Umsetzung an Bedeutung gewinnen werden und sich die Arbeitswelt zunehmend vom reinen Ausführen hin zum aktiven Gestalten entwickeln wird. In der anschließenden Diskussion standen die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die Ausbildung sowie die zukünftige Arbeitswelt im Mittelpunkt.

Besonders beeindruckte die Teilnehmer, wie bei KLS Martin mithilfe modernster Technologien in den Bereichen Fertigung, Qualitätskontrolle, Entwicklung und Service patientenspezifisch angepasste Implantate im Mund-, Kiefer- und Schädelbereich konstruiert, gefertigt und im direkten Austausch mit den behandelnden Ärzten angepasst werden können.

Die Fritz-Erler-Schule bedankt sich herzlich bei KLS Martin für die Möglichkeit, den Auszubildenden einen eindrucksvollen und praxisnahen Einblick in aktuelle Anwendungen der Künstlichen Intelligenz in der Medizintechnik zu ermöglichen.

Klaus Horn & Volker Teischler


Autor/in: T. Zepf