Offizielle Anerkennung der Schulkooperation zwischen Hermann-Hesse-Realschule und Fritz-Erler-Schule
Mit einer feierlichen Veranstaltung in der Aula der Hermann-Hesse-Realschule wurde die langjährige Zusammenarbeit zwischen der Hermann-Hesse-Realschule und der Fritz-Erler-Schule offiziell gewürdigt...
Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Schule und Elternschaft waren der Einladung gefolgt, um die Anerkennung der Schulkooperation gemeinsam zu feiern.
Zu den Ehrengästen zählten unter anderem der Landtagsabgeordnete Guido Wolf, Erster Bürgermeister Uwe Keller, Jochen Karl vom Dezernat Wirtschaft, Kreisentwicklung und Kultur des Landratsamtes Tuttlingen sowie die Amtsleiterin des Amts für Bildung und Schulentwicklung, Frau Lehmann. Ebenfalls anwesend waren Vertreter der Elternschaft und des Fördervereins, Mitglieder der Steuergruppe sowie zahlreiche Schülerinnen und Schüler.
Die Schulleiterin der Hermann-Hesse-Realschule, Simone Kauderer, begrüßte die Gäste gemeinsam mit dem Kooperationsbeauftragten der Fritz-Erler-Schule, Thomas Zepf, der den kurzfristig erkrankten Schulleiter der Fritz-Erler-Schule, Rainer Leuthner vertrat.
In ihren Grußworten spannten Kauderer und Zepf den Bogen von den Namensgebern beider Schulen, Hermann Hesse und Fritz Erler, zu den gemeinsamen Zielen der Kooperation. Beide Persönlichkeiten stünden für Bildung, persönliche Entwicklung, demokratische Werte und gesellschaftliche Verantwortung – Werte, die auch die Zusammenarbeit der beiden Schulen prägen.
Die Kooperation besteht bereits seit dem Jahr 2021 und verfolgt das Ziel, Schülerinnen und Schülern den Übergang von der Realschule an berufliche Gymnasien zu erleichtern. Insbesondere die zahlreichen Absolventinnen und Absolventen der Hermann-Hesse-Realschule, die jährlich an die Fritz-Erler-Schule wechseln, profitieren von den vielfältigen Angeboten.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die sechs Bausteine der Kooperation. Vorgestellt wurde zunächst das gemeinsame Projekt, bei dem Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen bereits während ihrer Zeit an der Realschule am Unterricht der beruflichen Gymnasien der Fritz-Erler-Schule teilnehmen können. Entstanden war diese Idee in enger Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Lehrkräften beider Schulen. Frau Mattes von der Hermann-Hesse-Realschule sowie Herr Rüdiger von der Fritz-Erler-Schule berichteten über die Entstehung und Umsetzung des Angebots, das inzwischen fest etabliert ist.
Besonders eindrucksvoll waren die Berichte der Schülerinnen und Schüler, die selbst an diesem Kooperationsangebot teilgenommen haben. Sie schilderten, wie sie durch den Unterricht an der Fritz-Erler-Schule frühzeitig Einblicke in die Anforderungen und Möglichkeiten eines beruflichen Gymnasiums gewinnen konnten. Die Teilnahme habe ihnen geholfen, ihre schulische Zukunft besser einzuschätzen und den Übergang mit größerer Sicherheit anzugehen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Kooperation ist der jährlich stattfindende Projekttag des Ernährungswissenschaftlichen Gymnasiums. Frau Lang stellte das erfolgreiche Format vor, das bereits seit 2018 besteht und den Schülerinnen und Schülern praxisnahe Einblicke in die Fachrichtungen der Fritz-Erler-Schule ermöglicht. In diesem Jahr stand der Projekttag unter dem Thema „Darmgesundheit“ und wurde erstmals um Angebote des Wirtschaftsgymnasiums erweitert.
Als weiteren Baustein präsentierte Herr Zepf den sogenannten „Tag der Profile“, der im Rahmen der Expertentage an der Hermann-Hesse-Realschule durchgeführt wird. Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler der Fritz-Erler-Schule informieren dabei über die verschiedenen Profile der beruflichen Gymnasien und geben authentische Einblicke in den Schulalltag.
Weitere Bestandteile der Kooperation sind die regelmäßige Information des Kollegiums der Hermann-Hesse-Realschule über Bildungswege an der Fritz-Erler-Schule sowie Erfahrungsberichte ehemaliger Realschülerinnen und Realschüler, die inzwischen erfolgreich die Fritz-Erler-Schule besuchen. Herr Ruf, Leiter des Beruflichen Gymnasiums und Initiator und Treiber der Kooperation beider Schulen, führte hierzu ein Gespräch mit den ehemaligen HHRS-Schülerinnen Teresa und Letizia von Au sowie Linus Kohl, die ihren persönlichen Bildungsweg schilderten. Ferner konnte Herr Ruf im Rahmen der Veranstaltung Teresa von Au mit dem Ernst-Kofrányi-Preis für herausragende Leistungen im Profilfach „Ernährungslehre und Chemie“ auszeichnen.