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24.06.2026

„Freiheit – mehr als ein Wort“ – Zeitzeugenvortrag von Holger Timmreck

Freiheit ist ein hohes Gut. Der Vortrag von Holger Timmreck führte eindrücklich vor Augen, was es bedeutet, wenn persönliche Freiheiten eingeschränkt oder ganz verloren gehen...

Gebannt hörten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 des Beruflichen Gymnasiums den Schilderungen Holger Timmrecks zu. Er verknüpfte die große Geschichte (Makrohistorie) mit seiner individuellen Lebensgeschichte (Mikrohistorie), sodass stets deutlich wurde, welche Einflüsse ein politisches System und politische Entscheidungen auf das Leben eines einzelnen Menschen haben können. Zwar nannte sich die DDR Deutsche Demokratische Republik, doch steckte eine Diktatur dahinter, die Menschen hinter einer Grenzanlage einsperrte, Regimekritikern Zukunftspläne verbaute, so auch Herrn Timmreck, der nicht Sport studieren durfte, um Lehrer zu werden, weil er aus einer regimekritischen Familie kam. Allerdings war dieser Traum so stark, dass er einen Fluchtversuch unternahm, erwischt wurde und unter menschenunwürdigen Bedingungen in Haft kam. Durch den Häftlingsfreikauf gelangte er dann in die BRD. Besonders anschaulich berichtete Holger Timmreck, wie er in der BRD ankam, nämlich im Winter, mit nichts als seiner Sommerbekleidung. Um Bafög zu bekommen, galt er in der BRD als Vollwaise, obwohl seine Eltern nur 500 km weiter entfernt lebten, aber eben im anderen Teil Deutschlands. Seine Familie in Dresden konnte er erst nach der Wende wieder sehen. Herr Timmreck setzte ein klares Statement für Demokratie und Freiheit, indem das Gegenmodell gezeigt wurde. Es ist ein Privileg in einer freiheitlichen Demokratie zu leben, in der es möglich ist, die eigenen Träume zu leben.

Autor/in: Nadine Hermann